Weltpremiere in Detroit: Neuer Alfa Romeo 4C Spider mit Mittelmotor

Die offene Variante des Alfa Romeo 4C ist auf der North American International Auto Show (NAIAS) zum ersten Mal in der Serienversion zu sehen. Die europäische Markteinführung des im Maserati Werk in Modena gebauten Alfa Romeo 4C Spider erfolgt im Sommer 2015.






Die Cabriolet-Variante des preisgekrönten Alfa Romeo 4C verkörpert die Tradition der Marke, Rennsport-Technologie mit Open-Air-Vergnügen zu einem faszinierenden Spider kombinieren. Auf der einen Seite stehen das für ein geringes Leistungsgewicht verantwortliche Monocoque aus dem Formel-1-Werkstoff Kohlefaser, der Vollaluminium-Mittelmotor mit Turbolader, Benzin-Direkteinspritzung und Doppelladeluftkühler, der für einen Alfa Romeo typische Auspuffsound sowie italienisches Sportwagendesign. Auf der anderen das Stoffverdeck oder auf Wunsch ein Kohlefaser-Hardtop, beides Garanten für exklusives offenes Fahrvergnügen.


Die Modellbezeichnung des neuen Alfa Romeo 4C Spider ist eine Hommage an legendäre Fahrzeuge aus der Historie der Marke. In den 1930er und 40er Jahren kennzeichneten die Kürzel 8C und 6C - für acht beziehungsweise sechs „cilindri", zu deutsch „Zylinder" - einige der sportlichsten Straßenautos und erfolgreichsten Rennwagen ihrer Epoche.

Wie bereits der preisgekrönte Alfa Romeo 4C setzt der neue Alfa Romeo 4C Spider diese Tradition fort. Sein Vierzylinder-Mittelmotor mit 1.750 Kubikzentimeter Hubraum, Turbolader, Benzin-Direkteinspritzung, Doppelladeluftkühler und der spezifischen Leistung von 137 PS pro Liter Hubraum stellt moderne Triebwerkstechnologie dar.

Zu dieser Tradition der italienischen Marke gehört auch, dass zweisitzige Spider in Kombination mit dem Sound eines leistungsfähigen italienischen Motors das Fahrvergnügen weiter steigern und noch mehr zu der Erfahrung machen, die typisch für jede Tour mit einem Alfa Romeo ist. Der neue Alfa Romeo 4C Spider macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

Der Alfa Romeo 4C Spider ist das jüngste Beispiel in einer ganzen Reihe von Fahrzeugen, die geringes Gewicht und Effizienz im Stil von Alfa Romeo miteinander kombiniert. Zu ihnen gehörten der Alfa Romeo 8C 2900B mit Aluminium-Karosserie von Touring (1938) ebenso wie der Alfa Romeo 1900 C52 von 1952, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Disco Volante" oder „Fliegende Untertasse", der mit einer Höchstgeschwindigkeit von für die Zeit überragenden 230 km/h glänzte, und natürlich der Alfa Romeo 33 Stradale (1967) mit Mittelmotor und Rohrrahmenchassis aus Stahl und Magnesium.


In jüngerer Vergangenheit knüpften Alfa Romeo 8C Competizione (2008), Alfa Romeo 8C Competizione Spider (2009) und das Coupé Alfa Romeo 4C (2014) an diese Tradition an.

Das Konzept des neuen Alfa Romeo 4C Spider weist Parallelen zum legendären Tipo 33 Stradale auf, zwei Musterbeispiele für die Verführungskraft italienischen Designs. Beide Fahrzeuge sind im Grunde genommen Rennwagen für die Straße, angetrieben von einem im Sinne optimaler Gewichtsverteilung hinter dem Cockpit platzierten Vollaluminium-Motor.

Das ebenfalls aus dem Motorsport stammende Monocoque, das die tragende Struktur des Alfa Romeo 4C Spider bildet, ist aus hochfester und extrem leichter Kohlefaser gefertigt. Die Karosserie besteht aus dem Faser-Kunststoff-Verbundwerkstoff SMC (Sheet Moulding Compound), der im Vergleich zu Stahl und sogar dem Leichtmetall Aluminium einen deutlichen Gewichtsvorteil aufweist.

Der Vierzylinder-Turbomotor, das Herz des Alfa Romeo 4C Spider, liegt unter einer Haube, die mit drei Luftauslassöffnungen für moderate Temperaturen im Motorraum sorgt. Zwei muskulöse Wölbungen auf den hinteren Kotflügeln betonen die Karosserie oberhalb der Gürtellinie, symbolisieren Kraft und bilden die Basis für die schwarze - auf Wunsch in Kohlefaser ausgeführte - Verkleidung des Überrollbügels.

In den vorderen Abschluss der Kotflügel sind große Lufteinlässe für den Motor integriert. Die runden LED-Heckleuchten sind in die Karosserie eingelassen. Auf Wunsch ist eine Abgasanlage von Motorsport-Spezialist Akrapovič erhältlich, die in zwei mittigen Endrohren ausläuft.

Prägend für die skulpturale Motorhaube ist der in V-Form verlaufende Dom, der vorne in die traditionell dreieckige Kühleröffnung übergeht. Dieses Scudetto formt zusammen mit den beiden seitlich in der Frontschürze angeordneten Lufteinlässen das ebenfalls für Alfa Romeo typische so genannte „Baffi" (italienisch für „Schnurrbart").

Die Windschutzscheibe selbst wird von einem Rahmen aus Kohlefaser gehalten, der das gesamte Fahrzeug in diesem Bereich zusätzlich verstärkt und das Gewicht reduziert. Er nimmt außerdem die vorderen Befestigungspunkte für das Stoffverdeck beziehungsweise optional das herausnehmbare Dach aus Kohlefaser auf.

Das Cockpit des neuen Alfa Romeo 4C Spider ist zweckorientiert und zeigt Anklänge an einen Rennwagen. Deutlich wird dies unter anderem durch die in vielen Bereichen sichtbare Kohlefaser-Struktur des Monocoque, das unten abgeflachte Lederlenkrad mit den Schaltwippen und die aus Aluminium gefertigten Pedale.

Fahrer und Beifahrer nehmen in Ledersitzen Platz, die durch einen Rahmen aus Composite-Material einen guten Seitenhalt bieten. Zur Serienausstattung gehören außerdem Innenverkleidungen aus Leder mit Akzentnähten sowie Einfassungen der Luftausströmer aus Kohlefaser.

Modernste Technologie verkörpert auch das zentrale Informationsdisplay mit Sieben-Zoll-TFT-Bildschirm. Hier werden relevante Daten zu den wichtigsten Betriebswerten des Spider klar und übersichtlich dargestellt. Der Fahrer kann sie ablesen, ohne den Blick von der Straße zu wenden.

Für den Musikgenuss ist der neue Alfa Romeo 4C Spider mit einer Premium-Audioanlage ausgestattet, die einen MP3-fähigen CD-Player bietet und auch digitale Radiostationen DAB empfängt. Sie ermöglicht dank Bluetooth-Fähigkeit darüber hinaus die kabellose Integration von Smartphones inklusive Freisprechanlage und Musik-Streaming sowie mittels USB-Buchse den Anschluss externer Audiospeicher zum Beispiel iPod. In den USA ist die dort von Alpine stammende Anlage außerdem in der Lage, Satellitenradio (SiriusXM Radio) zu empfangen.

Das Angebot rund um den neuen Alfa Romeo 4C Spider schließt auch viele Individualisierungsmöglichkeiten ein. Zur Wahl stehen die Karosseriefarben Rosso Alfa, Nero, Bianco, der Metalliclack Grigio Basalto, das für den neuen Spider exklusive Giallo sowie die Mehrschicht-Lackierungen Rosso Competizione und Bianco Madreperla.

Passend dazu können Kunden aus sechs Varianten für die Cockpitgestaltung auswählen. Neu ist die Kombination von tabakfarbenem Leder mit schwarzen Kontrastnähten für Instrumententafel, Türverkleidungen und Lenkrad. Die Palette enthält außerdem schwarzes Leder mit roten oder erstmals auch gelben Nähten, rotes Leder mit roten Nähten sowie exklusiv im Ausstattungspaket „Sport" Rennsitze, die mit schwarzem Leder mit roten oder gelben Akzentnähten bezogen sind. Die Sitzflächen sind dabei wie in einem Rennwagen in rutschfestem Mikrofaserstoff ausgeführt.

Serienmäßig rollt der neue Alfa Romeo 4C Spider auf Rädern der Dimension 7 x17 Zoll an der Vorderachse und 8 x 18 Zoll hinten, wahlweise in den Farben Silber- oder Dunkelgrau. Optional sind noch größere, geschmiedete Felgen 7 x 18 Zoll vorne, 8,5 x 19 Zoll hinten erhältlich, ebenfalls silber oder dunkelgrau lackiert. Für die serienmäßig silbern lackierte Bremssättel stehen drei Wunschfarben zur Wahl: Rot, Gelb und Schwarz.

Dank Mittelmotor-Layout, kompakten Abmessungen und modernster Technologie ist der neue Alfa Romeo 4C Spider ein leistungsfähiger und agiler Sportwagen. Er beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 258 km/h. Bei einer Vollbremsung wirken Verzögerungskräfte von 1,25 g auf die Passagiere, in Kurven erreicht die Querbeschleunigung bis zu 1,1 g.

Bei der Entwicklung des Monocoque für den Alfa Romeo 4C Spider orientierten sich die Ingenieure an der Formel 1. Das gesamte Monocoque wiegt nur 107 Kilogramm. Die tragende Struktur des neuen Alfa Romeo 4C Spider wird durch aus Aluminium gefertigte Hilfsrahmen an Front und Heck sowie für den Motor ergänzt - auch dies eine aus dem Motorsport adaptierte Technologie.

Der neue Alfa Romeo 4C Spider wird von einem Vierzylinder-Turbomotor angetrieben, der aus einem für Alfa Romeo traditionsreichen Hubraum von 1750 Kubikzentimeter 177 kW (240 PS) produziert. Dies entspricht einer spezifischen Leistung von 137 PS pro Liter Hubraum.

Die elektronische Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A. gestattet dem Fahrer, per Schalter das Temperament des Alfa Romeo 4C Spider je nach Wunsch zu verändern. Zusätzlich zu den Standardstufen „Dynamic", „Natural" und „All Weather" - die Ursprünge des Kürzels D.N.A. - steht der Modus „Race" zur Verfügung.

Die Fertigung des neuen Alfa Romeo 4C Spider kombiniert die Kompetenzen zweier Marken: das Rennsport- und Hochleistungs-Knowhow von Alfa Romeo mit dem handwerklichen Wissen von Maserati. Entworfen vom Alfa Romeo Centro Stile, wird das neue Cabriolet ebenso wie das Coupé im Maserati Stammwerk in Modena produziert.

Auf diese Weise wird der neue Alfa Romeo 4C Spider zu einem begeisternder Botschafter der Markenwerte von Alfa Romeo, die auf über einem Jahrhundert Tradition aufbauen.


Artikel ab 2011